Wir sind immer noch nicht gesund. Den Spätzlefresser und mich hat's voll erwischt: Erst hat uns ein fieser Infekt niedergestreckt, so dass wir nicht um Antibiotika herumkamen. Dank einer heftigen Auseinandersetzung mit der Brotschneidemaschine muss meine bessere Hälfte jeden zweiten Tag zum Arzt, und unsereins verträgt die Medikamente nicht - fieser Dünnpfiff ist die Folge. Wenn man's dann noch schafft, sich in der Nacht dermaßen unglücklich zu betten, dass in den nächsten Tagen die Schulter bei jeder kleinsten Bewegung schmerzt, kommt man sich endgültig vor wie ein Wegwerfartikel.
Das einzig Gute: Diese Woche habe ich ohnehin Faschingsferien und muss nicht wieder alle Termine absagen. Und heute hatte ich mal Zeit, mir die Oscar-Verleihung anzuschauen (nicht live, sondern aufgenommen). Wow, dieser Hugh Jackman ist ein talentierter Bursche!
So, nun stehe ich vor der Wahl: Pfefferminz-, Kamillen- oder Kräutertee? Zwieback oder Knäckebrot? Oder renne ich erst nochmal aufs Klo? :(
Neues aus dem Lazarett
23. Februar 2009
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Scheibenkleister, äh, -bock
30. September 2008
Derzeit wird ja fleißig bei uns renoviert. Einen Teil der Arbeit übernehmen wir selbst, z.B. sorgt der Spätzlefresser für eine gute Dämmung des Dachgeschosses. Dafür musste er sämtliche Bodendielen rausreißen, abschleifen lassen und nun wieder einsortieren. Dort, wo bisher alte Schlacke zwischen den Bodenbalken herumstaubte, kommt nun lecker duftende Bio-Dämmschüttung rein. Gestern bröselte plötzlich die obere Schicht eines Balkens weg, und man konnte seltsame Fraßspuren erkennen. Wie Holzwurmlöcher aussehen, weiß ich zur Genüge, und das war eindeutig etwas Anderes. Durch fleißiges Googeln habe ich rausgefunden, dass beim Bau des Hauses anno 1936 wohl ein paar Scheibenbocklarven mitverbaut wurden. Die Tierchen futtern sich durch die obere Schicht der Balken, an denen noch Rinde vorhanden ist, und entfleuchen dann auf Nimmerwiedersehen aus dem zernagten Holz. Ein Neubefall ist daher nicht möglich. Wäre auch nicht sonderlich lustig, wenn mir plötzlich die Arbeitszimmerdecke auf den Kopf fällt.
Wer mal sehen möchte, wie es momentan hier zugeht, kann mein Album anschauen. Ich habe es nicht-öffentlich gemacht, daher verlinke ich es nicht direkt. Wer kann und mag, darf dort gerne Kommentare posten ;)
http://picasaweb.google.com/anke.arnold/Renovierung
und direkt dahinter, ohne Leerzeichen dazwischen:
?authkey=bj69A2bG1zM
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"Beckham" ist tot
4. Juni 2008
Eben habe ich meine Schüler rausgebracht, und mir fiel eine Frau auf, die auf der anderen Straßenseite irgendwas aus ihrem Auto hervorkramte. Sie kam mit einem großen Stück Papier zu uns rüber, und da sah ich es: Vor unserem neugepflanzten Bäumchen lag ein totes Eichhörnchen mit blutiger Schnauze. Die Mama meines Schülers hatte beobachtet, wie ein Mann unsere Straße entlanggerast war (30er-Zone), das Eichhörnchen überfuhr und einfach weiter raste, obwohl er das Tier gesehen haben musste. Das Eichhörnchen taumelte wohl noch verletzt an den Straßenrand und blieb dann tot liegen. Die Frau mit dem Papier hatte das ebenfalls beobachtet und wickelte nun das arme Kerlchen ein, während ihr Sohn, die Mama meines Schülers und ich bedröppelt daneben standen. Wir unterhielten uns kurz darüber, dass man doch als normaler Mensch nicht einfach weiterfahren kann, wenn man ein Tier überfahren hat - letztes Jahr habe ich ja auch eine tote kleine Katze von der Straße getragen, die noch warm war und kurz zuvor überfahren worden sein musste.
Das Eichhörnchen wird mir fehlen. Der kleine Kerl hatte hellbraunes Fell und "kickte" früher, als noch der alte Haselnussbaum vor unserem Haus stand, mit Nüssen auf uns. Daher tauften wir ihn irgendwann "Beckham", und sein dunkelbrauner Kumpel bekam den Namen "Cacao".
Jetzt wird wohl Cacao alleine durch unsere Gärten streifen.
Süßer Kerl, gell?
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15:28
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Time to say goodbye... *sniff*
1. Juni 2008
...keine Sorge, nicht ich muss mich verabschieden. Aber mein absoluter Lieblingsladen hat gestern für immer seine Pforten geschlossen: Das Stempelparadies in Esslingen ist jetzt Geschichte. Dort hat mein Bastlerherz alles bekommen, was es wollte - tolle Stempel, schöne Papiere, praktische Werkzeuge, neue Ideen, und immer schnurrte mir dabei der Stempelparadieskater Jake um die Beine. Ein lustiges Tier, das sich immer wie in Zeitlupe bewegte. Der kleine Kerl ist nun zu allem Überfluss auch noch gestorben, als wären die Besitzer des Ladens nicht eh schon traurig genug gewesen.
Ein netter Zufall ist, dass die Restbestände des Ladens vom Stempelmeer übernommen werden, und dieser Laden hat seinen Sitz ausgerechnet in Oberursel, meiner Heimatstadt in Hessen. Blöd nur, dass das rund zweieinhalb Stunden Autofahrt von mir entfernt ist. Naja, wenigstens haben die einen supertollen Onlineshop mit extrem niedrigen Versandkosten.
So, das musste mal raus. Und weil es so gar nicht in diesen Beitrag passt, ich den Test aber gerade gemacht habe, hier noch meine Muppet-Persönlichkeit:
You Are Kermit |
![]() Hi, ho! Lovable and friendly, you get along well with everyone you know. You're a big thinker, and sometimes you over think life's problems. Don't worry - everyone know's it's not easy being green. Just remember, time's fun when you're having flies! |
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rotzschniefhust
10. Mai 2008
Mal wieder hat's mich volle Kanne erwischt, ich wachte gestern mit dickem Schädel, Schnupfen und Husten sowie Halsschmerzen auf. In letzter Zeit jagt ein Infekt den nächsten, und allesamt sind sie verdammt hartnäckig. Vermutlich ist wieder meine Immunglobulin A-Schwäche aufgetaucht, von der mir die Ärzte nicht sagen können, wo sowas eigentlich herkommt. Übernächste Woche habe ich sowieso einen Arzttermin, um mich durchchecken zu lassen, dann werde ich auch diesen Blutwert anfragen.
Mittlerweile schwöre ich auf Mato-Tropfen, sobald sich ein Infekt ankündigt. Diese homöopathischen Tropfen verursachen eine tierische Alkoholfahne, wirken aber äußerst effektiv bei Halsbeschwerden, so dass man morgens ordentlich was abhusten kann. Sorry, ist kein appetitliches Thema, aber in Zeiten gedruckter Feuchtgebiete... *hüstel*...
Heute abend inhaliere ich mit meiner bewährten Pfefferminz-, Salbei- und Thymianölmischung, dann dürfte das Gröbste überstanden sein.
Drückt mir die Daumen.
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17:01
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Skurriles im Supermarkt
30. April 2008
Ich kriege das Bild nicht aus dem Kopf, das sich mir heute im Supermarkt bot:
Zwischen den Regalen schoss plötzlich jemand auf einem Scooter hervor (also auf so einem Mini-Tretroller) und wackelte bedenklich. Ich dachte erst, das wäre ein Kind, denn die Person trug eine bunte Sportjacke und war recht klein. Auch die eher unbalancierte Fortbewegung sprach dafür, doch dann drehte die Person um und raste zwischen die Regale zurück - es war eine ca. 40jährige Frau mit Pferdeschwanz und irrem Blick. Während sie über den Lenker geduckt an mir vorbei düste, sah ich ihr Gesicht noch genauer. Die Frau hatte einen Damenbart am Kinn!
Ob sie den Scooter letztendlich gekauft hat, weiß ich nicht. Ich hoffe, sie hat es gelassen.
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20:48
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Mjam.
11. April 2008
Echt lecker, wenn man nur mal aus dem Fenster gucken will, aber der Kater gerade in hohem Bogen auf die Gartentreppe kotzt. :-x
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11:47
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Lange nix mehr gebloggt...
25. März 2008
...sozusagen Blogger's Block. Jetzt habe ich mich mal hingesetzt und ein neues Layout hochgeladen, das ich einfach putzig finde. Beim Anpassen jedoch merke ich, dass ich mit XML so gar keine Erfahrungen habe, der Unterschied zu HTML ist größer als gedacht. Muss mir noch überlegen, ob ich das lernen will oder nicht O_o.
Gestern kamen wir per Bahn aus Bremerhaven zurück, dort haben wir Ostern und den 70. Geburtstag meiner Tante gefeiert. Schon geil, wenn die Gäste feststellen müssen, dass die aus dem Internet runtergeladenen Texte, die sie zur Programmgestaltung nutzen wollten, auch von anderen Gästen vorbereitet wurden... da musste in Windeseile einiges umgedichtet werden :-)
Als Berufsbespaßer stand ein DJ auf einer Mini-Bühne, deren CD-Player und sonstige Geräte mit schwarzem Segeltuch gegen das Publikum abgeschirmt waren. Dadurch sah das Ganze aus wie ein aufgebahrter, verhüllter Sarg. Skurriler noch kam der DJ selbst daher, mit Vokuhila, Pornobalken Oberlippenbart, ausgewaschenem Hawaiihemd, Plastikgürtel und Markenschuhe-so-günstig-Tretern. 80er-Jahre vom Feinsten. Über der Bühne hing ein riesiges Warnschild (!) mit dem Namen des DJs, den ich hier jedoch nicht erwähnen möchte. Auch wenn der Typ bei den diversen Grünkohl-Festen, Schweinezüchter-Parties und Feuerwehrbällen der Stimmungsbringer schlechthin zu sein scheint, hält sich meine Begeisterung sehr in Grenzen. Mein Schwiegervater setzt halt als Alleinunterhalter, der singt und drei Instrumente beherrscht, schlichtweg Maßstäbe, gegen die so ein DJ jämmerliches Schmierentheater bietet.
Knuffig war mein Papa, dem ich erstmal erklären musste, dass der DJ nur CDs auflegt und nicht selbst singt...
Nun ja, immerhin taugt's als Blog-Futter. Ist ja auch was wert.
Massenwahn?
5. Januar 2008
Sagt mal, was ist eigentlich so toll an MySpace?! Mir ist dieser Hype sowas von unverständlich - die meisten Seiten sind grottenhässlich, man wird von irgendwelchen Musikclips zwangsbedudelt, in den Kommentaren wird ohne Ende Werbung (für sich selbst oder für Klingeltöne - gähn!) gepostet, man kriegt dämliche Freund-Anfragen... et cetera pe pe.
Das Neueste ist ja nun Facebook. Nachdem einige Leute ganz begeistert davon berichteten, habe ich mich dort mal umgeschaut: MySpace reloaded, könnte man sagen; der selbe Quatsch durch den Mixer gejagt.
Vor ca. 1,5 Jahren habe ich bei MySpace ein Benutzeraccount eingerichtet, damit ich die Seite meiner amerikanischen Freundin sehen und ihre Fotogalerie betrachten kann. Dämlich genug, dass man sich für sowas gleich registrieren muss.
Ganz im Ernst, kann mir jemand diese Begeisterung logisch nachvollziehbar erklären? Bitte?
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14:42
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Mitbringsel aus Hannover
3. November 2007
Ich war für ein paar Tage bei meinen Eltern zu Besuch und habe mit meiner Muter eine Shoppingtour durch Hannover unternommen. Dort war es nasskalt, und da unsereins eine etwas zu lange Jeans trug, hat sich eine Pfütze an meinen Hosenbeinen hochgeschlürft. Die Quittung kam zwei Tage später auf der Heimfahrt - eine fette Erkältung.
Normalerweise ist Langeweile für mich ein Fremdwort, ich finde immer was zu tun. Doch wenn ich krank bin und jede Bewegung schmerzt, ist alles einfach nur bäh. Naja, wenigstens kann ich jetzt ohne schlechtes Gewissen ein bisschen fernsehen und mal den Film "Ein Hund namens Beethoven" gucken; dort spielt ja der knuffige David Duchovny einen schleimigen was-auch-immer (bisher tauchte er noch nicht auf). Allerdings frage ich mich, ob diese klischeegeschwängerte Klamotte irgendwann auch mal lustig wird. Die Chancen stehen jedenfalls gut, dass meine Erkältungsviren freiwillig verschwinden, sobald sie diesen mega-unsympathischen Familienvater-Darsteller sehen.
Wäre doch praktisch.
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12:35
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Familienwurst
20. August 2007
Kleines Update bezüglich der Spinne: Ich habe sie gestern per Staubsauger entfernt, als sie es sich an meiner Zimmerdecke gemütlich machen wollte. *yes!*
Heute war ich beim Lidl einkaufen und entdeckte im Wurstregal eine "Familienwurst". Würdet Ihr sowas essen? Mir geht es oft so, dass ich etwas nicht kaufe, weil es a) einen dämlichen Namen hat oder b) merkwürdig aussieht. Bei manchen Lebensmitteln trifft sogar beides zu, z.B. bei der "Bärchenwurst". Ganz furchtbar eklig finde ich die kleinen "Yakult"-Fläschchen, die sehen für mich eher aus wie Proben aus einem medizinischen Labor. Joghurt-Gums sehen aus wie extrahierte Warzen. Und habt Ihr schon mal Kutteln gesehen? Da reicht mir zwar schon die Vorstellung, dass das Innereien sind, aber wenn dann noch die Optik dazu kommt, vergeht mir jeglicher Appetit.
Ich sollte an Angenehmeres denken. Zum Beispiel gibt es im Supermarkt eine Wurstsorte namens "Stramme Bengel" *alberngrins*
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19:45
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Nicht alles Gute kommt von oben
17. August 2007
Da bin ich wieder. Wir hatten lange Besuch von unseren Freunden aus den USA, also habe ich meinen Computer mal links liegen lassen und lieber unsere Ausflüge genossen.
Als ich heute nachmittag ins Arbeitszimmer kam, um am PC ein paar Mails zu beantworten, sah ich eine recht große Spinne ungefähr 40cm über meinem Schreibtisch schweben, sie hing an einem Spinnfaden und baumelte bewegungslos vor sich hin. Meine Spinnenphobie dürfte hinlänglich bekannt sein, jedenfalls überlegte ich sofort fieberhaft, wie ich den freischwebenden Achtbeiner möglichst effektiv ins Jenseits befördern könnte. Zwei Hausschuhe zusammenklatschen schien eine gute Möglichkeit, doch als ich schon im Begriff war, mich nach meinen Latschen zu bücken, streckte das Viech seine Beine von sich und ließ sich auf meinen Schreibtisch plumpsen. Also gut, dachte ich, reicht womöglich auch ein gezielter Latschenhieb. Zu meinem Entsetzen fehlte von der Spinne allerdings jede Spur. Da, wo sie hätte sitzen müssen, war nix außer meinem Graphiktablett. Eine fünf Zentimeter große, fette Spinne sollte eigentlich gut sichtbar sein; vermutlich war sie irgendwo untergekrochen. In meinem Scanner? Im Tesafilm-Abroller? Hinter dem Bildschirm? Nix zu sehen... Vor lauter Ekel rief ich den Spätzlefresser im Büro an, nur um mir eine gehörige Portion Häme abzuholen. Meine Mutter war danach verständnisvoller und riet mir, eine Grillzange zu Hilfe zu nehmen, da ich ungern in meinen ungebetenen Besucher reingreifen wollte.
Meine Güte, kam ich mir dämlich vor.
Klar weiß ich, dass mir das Tier nichts tut, und mein Verstand hat auch keine "Angst" davor. Es ist schlichtweg der irrationale Ekel, und gegen den komme ich nicht an.
Kurz und gut: Bis jetzt ist die Spinne wie vom Erdboden verschluckt, auf meinem Schreibtisch habe ich alles vorsichtig durchgeguckt. Auch auf dem Boden und rundherum ist keine Spur, obwohl ich lange im Raum war und mir einbilde, ich hätte sehen müssen, wenn das Tier abhaut. Nun sitze ich ganz mutig an meinem PC und blinzle immer mal wieder im Raum herum.
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21:53
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Geschenke, die keiner braucht
5. Juni 2007
Gestern lag ein besonderes Geschenk auf unserer Terrasse, allerdings haben wir nicht den Hauch einer Ahnung, wer es dort abgelegt hat. Ein Raubvogel? Eine Katze? Ein durchgeknallter Nachbar?
Als ich mittags aus dem Fenster schaute, sah ich auf der Terrasse ein Tier liegen, das morgens noch nicht dort gelegen hatte. Sah aus wie ein Marder oder eine übergroße Feldmaus. Bauch oben, Eingeweide hingen draußen, übersät mit dicken, schwarzgrünen Fliegen.
Wie gut, dass ich nicht zu Herpes neige, sonst hätte ich nun fette Ekelherpesbläschen.
Wohin also mit diesem Kadaver? In den Müll werfen erschien mir keine gute Option, da der Verwesungsgeruch bei einem Viech dieser Größe komische weitere Kreaturen anlocken würde (Ratten, Fliegen und Maden, neugierige Nachbarn, Männer in grünen Uniformen).
Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass das Tier eine große Ratte war, völlig ausgeweidet. Puh, hat das gestunken :x
Gegen die Armee fetter Krabbelfliegen sprühte ich erstmal eine Portion Insektenvernichter über das Getümmel, denn in diese Fliegenparty wollte ich beim besten Willen nicht eingreifen.
Während das - übrigens Biosiegel-behaftete - Spray wirkte, hob ich am unteren Ende des Gartens ein Loch mit dem Spaten aus. Mit Handschuhen und Küchenrolle bewehrt griff ich mir das tote Tier, dessen langer Schwanz sich prompt um mein Handgelenk wickelte. Die Eingeweide zogen Fäden, mir kam fast mein Kaffee wieder hoch. Mit angehaltenem Atem trug ich das Aas zum Erdloch und begrub es, nun darf die Natur den Rest erledigen.
Unser Kater ist übrigens aus dem Schneider, er hatte den ganzen Vormittag komatös schlafend auf dem Bett verbracht.
Wenigstens weiß ich nun, dass ich zur Not meinen Atem SEHR lange anhalten kann. Bei einem Remake von "Le Grand Bleu" wäre ich glatt dabei.
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11:10
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Schleif du HURE
19. Mai 2007
Nein, hier muss sich niemand beleidigt fühlen. Die Titelzeile ist vielmehr eine Aufschrift, die mir heute von der Heckscheibe eines vor mir herfahrenden Golfs entgegen prangte. Wobei "Golf" lediglich das Ausgangsmaterial für dieses tiefergelegtbleitreifige Prolltransportmittel gewesen sein dürfte, in dem ein paar Typen mit Migrationshintergrund ihre Männlichkeit in Schlangenlinien schaukelten. Leider konnte ich während der Fahrt nicht meine Kamera aus der Tasche ziehen, sonst hätte ich diesen grenzdebilen Aufkleber fotografiert; die ganze Fahrt über habe ich gegrübelt, wie man auf sowas Blödes kommt. Tante Google hat mich schlau gemacht, anscheinend gibt es diesen Aufkleber als Massenware für Typen, deren Niveau im Einklang mit der Karosserie über den Boden schleifen.
Na bravo.
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22:08
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Sommerregeln für Frauen
5. Mai 2007
Ich nehme Daniels Posting (sorry, Daniel, Deine Beiträge sind einfach gute Impulsgeber) als Anlass, mal einige Ästhetiktipps für Frauen zu notieren.
- Kurze Tops sehen nur dann gut aus, wenn keine Achselhaare unter den Armen hervorquellen. Wenn diese dann auch noch verschwitzt-zottelig aussehen oder weiße Deokrümel darin hängen, kriegt der unfreiwillige Beobachter Ekelherpes.
- Hosen und Röcke dürfen kurz sein. Aber Achtung: auch 7/8-Hosen sind "kurz", denn man sieht sehr genau, ob die Beine rasiert sind oder nicht. Vor allem die Beine dunkelhaariger Frauen sehen leicht aus wie durch Fusseln gezogene Zahnpasta, wenn sie unter Hosen oder Röcken hervorblitzen.
- Transparente Strümpfe sind NICHT dazu geeignet, unrasierte Beine zu kaschieren. Erst recht nicht hautfarbene Kniestrümpfe unter knielangen Röcken.
- Jeansgrößen sind relativ. Man muss sich nicht unbedingt in eine Hose zwängen, die dann beim Bücken oder gar Sitzen den halben Hintern samt Arschgeweih und Stringtanga entblößt. Man kann auch in kleinen Umkleidekabinen testen, wie bewegungstauglich Klamotten sind. Und "Stretchanteil" ist ein wahres Zauberwort.
- Zehen sollten nur dann nackt zu sehen sein, wenn sie gepflegt sind und nicht von Nylonstrümpfen verschleiert werden. Auch die schönsten Schuhe sehen scheiße aus, wenn sie verhornte Fußnägel zur Schau stellen.
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Matschbirne
24. März 2007
Lange Zeit wurde ich von den Erkältungsviren verschont, doch nun hat's mich erwischt. Seit heute morgen habe ich einen Brummschädel, bin müde, matschig und habe ein Druckgefühl in den Nebenhöhlen. Zum Glück haben wir homöopathische Anti-Grippe-Tropfen, und meine Kräutermischung zum Inhalieren stand auch im Regal parat. Nun bin ich innerlich mit Yogi-Tee imprägniert und hoffe, dass morgen die Welt schon wieder besser aussieht.
Wie sagte neulich mein Flötenschüler beim Ausfüllen des Arbeitsblattes: "'Steht unter der Notenzeile die Abkürzung accel., so wird das Tempo...' Taschentuch!"
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20:27
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Es sticht mir fast ins Auge...
4. März 2007
Bei der Durchsicht meiner Blogstatistik fällt mir immer wieder auf, dass sich Leute auf mein Blog verirren, die nach Suchbegriffen à la "nichts drunter" googeln. Mir selbst ist es nicht erst seit der blanken Britney unbegreiflich, warum diese Leute das machen.
Heute im Restaurant fiel mir eine Dame auf, die unter ihrem Langarmshirt keinen BH trug. Da sie mir direkt gegenüber saß und sich zeitweise mit mir unterhielt, konnte ich gar nicht anders, als einen Blick auf ihre durch den Stoff lugenden Brustwarzen zu erhaschen. Sorry, aber ich finde sowas nur dann ästhetisch, wenn es sich um einen formschönen Busen handelt, der sich nicht schon näher am Bauchnabel als am Brustbein befindet. Eine Freundin von uns hat z.B. auch nie einen BH an, aber bei ihr sieht es schlichtweg reizend aus, weil der Busen klein und wohlgeformt ist.
Ich persönlich fände es irrsinnig unbequem, in der Öffentlichkeit ohne BH herumzulaufen, das ruft doch förmlich dazu auf, hinzustarren. Nee, mir ist meine Unterwäsche oberwichtig.
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Post Mortem-Achterbahn
25. Januar 2007
Auf RTL läuft gerade die Serie "Post Mortem", die laut vollmundiger Lobhudelei seitens der Fernsehzeitschriften an US-Erfolge wie CSI heranreichen soll.
Dass ich nicht lache.
Beim Zuschauen kriege ich ein visuelles Schleudertrauma durch die jämmerliche Kamerazoomerei - wenn das ein zukunftsweisendes filmisches Stilmittel sein soll, prophezeie ich künftigen RTL-Produktionen eine steigende Abschaltquote.
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Sechs Beine zu viel.
24. Januar 2007
Seht mal, was ich heute für ein Riesen-Ekelviech im Treppenhaus fand, als ich gerade aus dem Haus gehen wollte...
Diese Spinne hatte einen Durchmesser von 8-10cm, da lief es mir kalt den Rücken runter - obwohl ich ja weiß, dass die Tiere eigentlich nützlich sind und uns Menschen nichts tun. Doch der Ekel ist einfach stärker.
Also holte ich schnell den Staubsauger und verübte gezielten Arachnozid. Glücklicherweise haben wir einen Zyklonen-Staubsauger, der jede Spinne plattmacht und somit ein Wiederrauskriechen des Achtbeiners verhindert.
Pfuibäh.
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