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Unser Haus in neuem Glanz

25. November 2008

Jetzt muss ich einfach mal ein "hach, was bin ich froh"-Posting loswerden. Unser Haus ist - zumindest von außen - frisch renoviert und erstrahlt in freundlichem Gelb! Nicht mehr das hässliche alte-Socken-Grau mit beigefarbenem Sockel.

Hier ein Vorher-Bild:



Und jetzt das Nachher-Bild:

Ich hoffe, die Farbe kommt einigermaßen realistisch rüber, der Himmel war ziemlich bedeckt. Die Fassade ist nun ein warmes, helles, freundliches Gelb, und die Fensterläden sind dunkelblau.
Jetzt fehlen nur noch zahlreiche Ausbesserungsarbeiten innen an den Fenstern, aber das sollte bis Weihnachten fertig sein.

Any comments?

Durchschlagender Erfolg

10. Oktober 2008

Beim Renovieren kann ja mal das ein oder andere Missgeschick passieren, z.B. eine zerdepperte Vase, die der Fensterbauer mir mit schuldbewusstem Blick entgegenstreckte. War zum Glück keine aus meiner Mingvasensammlung, sondern nur die sieben-Euro-Variante vom Lidl.
Die Heizungsbauer zeigten mehr Talent für Dramatik, als sie die Leitungen unserer Solarpaneele installierten. Neuerdings kaschiert man solche Leitungen in einem zweiten Regenfallrohr, das an die Hauswand gedübelt wird; hier war's also dementsprechend laut. Plötzlich hörte ich aus dem Unterrichtsraum, der sich neben meinem Arbeitszimmer befindet, ein Poltern, kreischende Geräusche und rieselnden Putz. Unser Joschka-Katerchen düste wie von der Tarantel gestochen ins Zimmer und starrte die Wand an, in der ein frisches Bohrloch prangte. Kurz darauf klingelte es an der Tür, in breitem Sächsisch sagte der Heizungstyp: "Isch glööb mir sind da ürschendwö dürschgestößen, dorf isch mo güggn?".
Ein Glück, dass an der Wand kein teurer Picasso hing. Nun meinte das Bohrtalent, er würde das Loch am nächsten Tag mit "'n büssschn Güps" wieder stopfen. Das ist nun drei Tage her, das Loch ist noch da. Werde mich morgen mit Silikonspritze und Gipstopf bewaffnen.
Hach, ist der reinste Abenteuerspielplatz hier *seufz*.

Scheibenkleister, äh, -bock

30. September 2008

Derzeit wird ja fleißig bei uns renoviert. Einen Teil der Arbeit übernehmen wir selbst, z.B. sorgt der Spätzlefresser für eine gute Dämmung des Dachgeschosses. Dafür musste er sämtliche Bodendielen rausreißen, abschleifen lassen und nun wieder einsortieren. Dort, wo bisher alte Schlacke zwischen den Bodenbalken herumstaubte, kommt nun lecker duftende Bio-Dämmschüttung rein. Gestern bröselte plötzlich die obere Schicht eines Balkens weg, und man konnte seltsame Fraßspuren erkennen. Wie Holzwurmlöcher aussehen, weiß ich zur Genüge, und das war eindeutig etwas Anderes. Durch fleißiges Googeln habe ich rausgefunden, dass beim Bau des Hauses anno 1936 wohl ein paar Scheibenbocklarven mitverbaut wurden. Die Tierchen futtern sich durch die obere Schicht der Balken, an denen noch Rinde vorhanden ist, und entfleuchen dann auf Nimmerwiedersehen aus dem zernagten Holz. Ein Neubefall ist daher nicht möglich. Wäre auch nicht sonderlich lustig, wenn mir plötzlich die Arbeitszimmerdecke auf den Kopf fällt.

Wer mal sehen möchte, wie es momentan hier zugeht, kann mein Album anschauen. Ich habe es nicht-öffentlich gemacht, daher verlinke ich es nicht direkt. Wer kann und mag, darf dort gerne Kommentare posten ;)

http://picasaweb.google.com/anke.arnold/Renovierung
und direkt dahinter, ohne Leerzeichen dazwischen:
?authkey=bj69A2bG1zM

Staubige Zeiten

24. September 2008

Hallo mal wieder, ich schaffe es endlich mal, einen neuen Beitrag zu tippen. War viel los in letzter Zeit:
In den Sommerferien waren wir für drei Wochen weg; erst eine Woche in Niedersachsen, dann eine Woche in Hamburg und schlussendlich eine Woche in Südfrankreich. Wer geografisch einigermaßen durchblickt, wird erkennen, wieviel Fahrerei das bedeutet :)

Der Urlaub war wunderbar und echt nötig, sozusagen als Vorschuss-Erholung. Seit Ende der Ferien wird nämlich unser Haus komplett renoviert, zunächst wurden sämtliche Fenster erneuert. Jetzt ist die Außenfassade dran. Ein riesiges Gerüst steht ums Haus herum, zur Straßenseite mit einem dezent brüllend rotem Netz abgehängt. Darauf wuseln derzeit drei Stukkateure herum und schwingen die Putzkelle. Der alte Putz muss schließlich ausgebessert werden. Für mich bedeutet das, ich kann in irgendeinen Raum unseres Hauses gehen und werde garantiert durchs Fenster aus freundlich angelächelt. Gestern habe ich mir vor Schreck prompt den Kopf gestoßen, was der Handwerker sichtlich lustig fand.
Mein neuer bester Freund heißt "Innenspachtel", wir verbringen viel Zeit miteinander... Wenigstens hatte ich durch die Renoviererei die Gelegenheit, den Flur in schönem Sonnengelb zu streichen, wie ich es schon lange vorhatte.
Hier sieht's also aus, als hätte eine große staubige Bombe eingeschlagen, aber solange sich die Handwerker die Klinke in die Hand geben, hat gründliches Putzen keinen Sinn. Falls jemand von Euch einen zwanghaften Putzfimmel à la Monk hat, ist er hier jederzeit willkommen ;-)

Zum Kotzen, diese Reiher

21. April 2008

Vor drei Wochen haben wir unseren kleinen Gartenteich neu angelegt. Der Teich war vom Vorbesitzer unseres Hauses angelegt worden, und wir hatten die 10 kleinen Kois sozusagen adoptiert. Nachdem die Teichfolie spröde geworden war und immer wieder Wasser raussickern ließ, hatten wir uns entschlossen, den Teich etwas zu vergrößern und statt Folie eine Teichschale einzusetzen. Zu diesem Zweck mieteten wir sogar einen kleinen Bagger an, zumal Ende März der Boden noch ziemlich hart war.
Jetzt sieht der Gartenteich richtig schön aus, wir haben Pflanzen drumherum gesetzt, unsere großen Ziersteine drapiert, und momentan warte ich auf unsere bestellten Wasserpflanzen.
Schön blöd nur, dass mittlerweile ein Reiher den Teich entdeckt hat.
Vorgestern fiel dem Spätzlefresser auf, dass keine Fische mehr im Teich zu sehen waren. Tatsächlich, das Wasser war seltsam trüb und unter der Zierwurzel, die ich als Rückzugsmöglichkeit für die Fische besorgt hatte, tummelten sich mehrere Kois, von denen nur die Schwanzflossen sichtbar waren. Einige große Kois scheinen jedoch zu fehlen, wir hatten z.B. zwei orangefarbene und einen weißen Koi, die ich noch nicht wieder gesehen habe. Um die Tiere nicht zusätzlich zu stressen, haben wir noch keine "Inventur" gemacht, sondern kurzerhand den Teich mit Netzen abgedeckt.
Jetzt warte ich sehnlichst auf die Lieferung der Pflanzen, damit für die Fische ein natürlicher Sichtschutz entsteht. Die Netze sind zwar ein guter Schutz, sehen aber ziemlich poppig aus (Bild folgt) und versperren komplett die Sicht auf den Teich.
Wenn sich der Reiher nochmal blicken lässt, drehe ich ihm höchstpersönlich den Hals um.