Durchschlagender Erfolg

10. Oktober 2008

Beim Renovieren kann ja mal das ein oder andere Missgeschick passieren, z.B. eine zerdepperte Vase, die der Fensterbauer mir mit schuldbewusstem Blick entgegenstreckte. War zum Glück keine aus meiner Mingvasensammlung, sondern nur die sieben-Euro-Variante vom Lidl.
Die Heizungsbauer zeigten mehr Talent für Dramatik, als sie die Leitungen unserer Solarpaneele installierten. Neuerdings kaschiert man solche Leitungen in einem zweiten Regenfallrohr, das an die Hauswand gedübelt wird; hier war's also dementsprechend laut. Plötzlich hörte ich aus dem Unterrichtsraum, der sich neben meinem Arbeitszimmer befindet, ein Poltern, kreischende Geräusche und rieselnden Putz. Unser Joschka-Katerchen düste wie von der Tarantel gestochen ins Zimmer und starrte die Wand an, in der ein frisches Bohrloch prangte. Kurz darauf klingelte es an der Tür, in breitem Sächsisch sagte der Heizungstyp: "Isch glööb mir sind da ürschendwö dürschgestößen, dorf isch mo güggn?".
Ein Glück, dass an der Wand kein teurer Picasso hing. Nun meinte das Bohrtalent, er würde das Loch am nächsten Tag mit "'n büssschn Güps" wieder stopfen. Das ist nun drei Tage her, das Loch ist noch da. Werde mich morgen mit Silikonspritze und Gipstopf bewaffnen.
Hach, ist der reinste Abenteuerspielplatz hier *seufz*.

1 Kommentare:

Sylvia bei den Schweizern hat gesagt…

Oh wow.... aber solange das Haus stehen bleibt ist es ja halb so wild :)