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Me so stupid

9. August 2009

Irgendwie wird das heute nix mehr. In einem Anfall von Ehrgeiz wollte ich eine Unterrichtsstunde druckreif konzipieren, doch mir gelingen die einfachsten Layout-Einstellungen nicht. Als wäre mal fix übers Wochenende mein IQ auf Außentemperaturniveau gesunken. Ganz zu schweigen von meiner Unfähigkeit, auch nur einen einzigen Satz ohne langes Überlegen zu tippen, wenn er etwas komplexer als "Subjekt - Prädikat - Objekt" sein soll.

Am besten, ich gehe schlafen. Manchmal ist Prokrastination durchaus dem Endergebnis zuträglich.

Kinder, Kinder...

21. Juli 2009

Wöchentlich habe ich ca. 25 Flötenschüler im Alter zwischen 6 und 11 Jahren, denen ich Sopran- bzw. Altblockflöte beibringe. Dabei ergeben sich oft die dollsten Schülersprüche, die ich mittlerweile sammle und auf meiner "Musik macht Spass"-Seite veröffentliche.

Gestern saß ich zwischen Bianca und Nico (beide 7 Jahre alt), die ziemlich übefaul sind und daher mehr schlecht als recht die Hausaufgabe flöten sollten. Als Nico beim Spielen ständig Pausen machte und seine Finger sortierte, seufzte Bianca: "Ach, ich hasse diesen Typen!"
Nico nuschelte zwischen zwei Tönen: "Und ich hasse diese Typin!"
Bianca plusterte sich melodramatisch auf und rief rüber: "Das heißt 'Frau'!"

:D

Unterdrückung

13. Februar 2009

Gerade las ich bei Daniel, dass er auch Anrufe von jemandem bekommt, dessen Rufnummer unterdrückt wird und der sofort auflegt, wenn abgehoben wird. Das passiert hier in letzter Zeit auch des öfteren, allerdings "nur" auf meiner Büronummer.

Trotzdem erinnert mich das an eine Begebenheit vor rund 8 Jahren. Eines Abends rief ständig jemand an, dessen Nummer ich nicht kannte. Ging ich ans Telefon, wurde sofort aufgelegt; manchmal hörte ich noch ein leises Kichern. Es war eine Nummer aus dem Ort, wie ich auf dem Display lesen konnte. Die Nummer schrieb ich mir auf (damals hatten wir noch kein Telefon mit Rufnummernliste) und rief irgendwann genervt dort an. Ein Junge ging ans Telefon, er klang wie ein Teenager im Stimmbruch. Ich meinte bloß: "Wohl noch nie was von Rufnummernanzeige gehört, hm?" und legte wieder auf. Von da an hatte ich meine Ruhe :)

Peinlicherweise muss ich zugeben, dass ich als ca. 9jähriges Kind mal eine Phase hatte, in der ich mit einer Freundin zusammen ebenfalls solche Telefonstreiche gespielt habe. Wir riefen z.B. jemanden mit dem Nachnamen "Kleber" an und fragten, ob er von UHU oder Pattex sei...

Edelfiedel

26. Januar 2009

Aus der Reihe: Schimpfworte, die ich mir merken und bei Gelegenheit souverän benutzen will ~

"Du bist echt die Stradivari unter den Arschgeigen!"

in Not des Darlehens

3. Dezember 2008

Diese Perle des Spams habe ich eben aus meinem Posteingang gefischt. Ich muss schon sagen, die Mischung aus Dummdreistigkeit und Übersetzungsmaschine hat was:


--


Wir möchten, geben die Darlehen
an die
je, dass ist in Not des
Darlehens. Wenn
interessiert, kontaktieren Sie
dieses Anbieters
Namen: Herr Harry Gray,

E-Mail:
ecowas_financial@sifymail.com
Ihre Namen :...........
:...........
Betrag, der notwendig ......
Darlehen Dauer :.................
Telefon :............
Land :...............
Grüße,
Management.

Sei treu und halt' die Klappe

7. November 2008

Gerade räume ich mein Arbeitszimmer auf, und dabei fiel mir ein altes Buch in die Hände - "Der Gang durch den Sand" von Hans Grimm. Eine Jahreszahl steht nicht darin, doch die Widmung ist erwähnenswert:


Wer die Frakturschrift, vor allem in der Größe, nicht lesen kann:
Als ich einmal bei Deiner Mutter die Tafeln
Eures uralten Geschlechtes ansah, fand ich
die Rede von Stammbuchblatt und Wahl-
spruch jenes jungen Schulenburgers, der 1518 zu
Padua studierte und dessen Vornamen niemand
mehr richtig weiß. Der Wahlspruch lautete:
"Was Schöners auf Erden hab ich nit funden,
Als treu von Herzen und still von Munden."
H.
Ich hoffe, seine Alte Frau hat ihm das frischgedruckte Buch damals kräftig um die Ohren gehauen *g*.

Tränsläischn

30. Oktober 2008

Beim Googeln nach Templates für eine Broschüre bin ich mal wieder auf eine von Google übersetzte Seite gestoßen, deren Inhalt sich mir partout nicht erschließen will:

Solon und mehr ungelernte Schriftsteller, als im Wesentlichen als bekenntlichen Schriftsteller, entdecken die Toilette der Selbst-Publishing. Sie crapper direkten vormachen Ihre Aggregation der mart ohne feat fertig ordinale Band Agenten, die crapper Rattern beabsichtigen eine separate für Ihr Geld mit ihren breiten Genehmigung Rate.
Hier der ganze Text...

Informationsgehalt: Null
Spaßfaktor: 8 von 10 grünen Dictionaries

Name für neuen Font gesucht

25. Juli 2008

Tach allerseits, heute gibt's mal so eine Art Cross Promotion. Ich suche nämlich für meinen neuesten Font einen Namen - so sieht er aus:



Ich habe eine kleine Umfrage gestartet, die noch bis Sonntag läuft, und vielleicht habt Ihr ja besonders pfiffige Ideen :-)

Poesie, die unter die Haut geht

17. Juli 2008

Vor einiger Zeit fand ich einen Link zur Science-Tattoo-Seite, deren Motive ich zum großen Teil äußerst interessant finde. Richtig genial allerdings sind die Tattoos, die aus literarischen Zitaten aller Art bestehen: http://www.contrariwise.org/.

Sollte ich mir irgendwann doch mal ein Tattoo stechen lassen, wird es höchstwahrscheinlich ein Zitat oder ein Notenschlüssel sein. Im ersteren Fall würde ich sicherstellen, dass der Tätowierer kein Legastheniker ist - sonst hat man den Salat:

fail owned pwned pictures

Noch mehr Skurriles im Supermarkt

1. Mai 2008

Gestern im Edeka: Ein im schnieken Anzug gekleideter Banker-Typ war mit seiner ca. 4jährigen Tochter einkaufen. Die Kleine langweilte sich und trällerte laut vor sich hin, das Lied ihrer Wahl war "We will rock you" von Queen. Blöd nur, dass die Kleine keine Ahnung von Englisch hatte und mit den Konsonanten durcheinander kam. Es hörte sich erst an wie "Wiiie will wiiie will wack hju! Wack hju!", changierte aber langsam zu einem lauten "Wiiie will wiiie will fack hju! Fack hju!"...
Einige der umstehenden Erwachsenen grinsten, als das kleine "Fuck you!" brüllende Mädchen vom Vater mit "Nu is aber gut, Ronja!" abgedrosselt wurde.

Eierschalen-Deo

19. Dezember 2007

Es geht mit schnellen Schritten auf Weihnachten zu, und ich höre täglich Dutzende Weihnachtslieder - Schicksal einer Flötenlehrerin...
Manchmal tauchen Fragen auf, was ein bestimmter Titel bedeutet (We wish you a Merry Christmas und andere nichtdeutsche Lieder), und das hat mich an eine niedliche Szene erinnert, die ich 1992 in Amerika erlebt habe. Ich war an der High School im Jazz-Chor, der von einem knuffigen alten Lehrer geleitet wurde. Mister Swingle sah aus wie der Weihnachtsmann höchstpersönlich und studierte mit uns diverse Weihnachtslieder ein, unter anderem "Angels We Have Heard on High", bei dem der Refrain "Gloria in excelsis deo" lautet. Hatte ich schon Dutzende Male in der Kirche geflötet, nur der ansonsten englische Text war neu für mich. Für die Amis wiederum war der lateinische Teil neu, und als Aussprache-Hilfe schrieb Mister Swingle an die Tafel:

"In egg-shell this day-oh"

Ich kann mich heute noch darüber beömmeln *g*. Diese Zeile ist bei uns schon ein geflügeltes Wort...

Falsche Freunde

22. September 2007

Heute war ich in meinem absoluten Lieblingsgeschäft shoppen, dessen Produkte hauptsächlich englische Aufschriften tragen. Ein Papa war dort und passte auf die zwei kleinen Kinder auf, während Mama sich ausgiebig den Stempeln widmete. Der Papa erklärte dem kleinen Jungen (ca. 2 Jahre alt), was die englischen Wörter bedeuten. "Mom heißt Mama. Smile heißt lächeln. Love heißt Liebe." - So ging das eine Weile, und ich dachte, der Typ hat anscheinend recht gut im Englischunterricht aufgepasst. Doch dann: "Always heißt Auf allen Wegen."
Aua. Hoffentlich merkt sich der Knirps das nicht.

Manche "False Friends" sind richtig niedlich. Hatte ich schon gepostet, dass meine amerikanische Freundin mal ihr "Love, your Friend", das sie unter ihre Mails setzt, auf Deutsch übersetzen wollte? Heraus kam "Lieben Sie Ihren Freund", und Sarah war ziemlich embarrassed, als ich ihr das rückübersetzte *g*.
Mein Lieblings-False Friend ist allerdings das englische "to overhear something", was entgegen der pseudo-korrekten Übersetzung "etwas überhören" genau das Gegenteil bedeutet, nämlich etwas [zufällig] zu hören.

Was ist Euer Lieblings-False Friend?

Tenjewberrymuds

9. September 2007

Mein Spätzlefresser hat vor ein paar Tagen ein Buch bestellt, über das wir uns scheckig lachen. Das sind die Langenscheidt Übelsetzungen - darin ist ein Text abgedruckt, der wohl seit einigen Jahren im Internet kursiert. Für mich als anglophilen Menschen ist das der Zwerchfellkiller schlechthin:

Room Service (RS): "Morrin. Roon sirbees."

Guest (G): "Sorry, I thought I dialed room-service."

RS: "Rye..Roon sirbees..morrin! Jewish to oddor sunteen??"

G: "Uh..yes..I'd like some bacon and eggs."

RS: "Ow July den?"

G: "What??"

RS: "Ow July den?...pryed, boyud, poochd?"

G: "Oh, the eggs! How do I like them? Sorry, scrambled please."

RS: "Ow July dee baykem? Crease?"

G: "Crisp will be fine."

RS: "Hokay. An Sahn toes?"

G: "What?"

RS: "An toes. July Sahn toes?"

G: "I don't think so."

RS: "No? Judo wan sahn toes??"

G: "I feel really bad about this, but I don't know what 'judo wan sahn toes' means."

RS: "Toes! toes!...Why jew don juan toes? Ow bow Anglish moppin we bodder?"

G: "English muffin!! I've got it! You were saying 'Toast.' Fine. Yes, an English muffin will be fine."

RS: "We bodder?"

G: "No...just put the bodder on the side."

RS: "Wad?"

G: "I mean butter...just put it on the side."

RS: "Copy?"

G: "Excuse me?"

RS: "Copy...tea...meel?"

G: "Yes. Coffee, please, and that's all."

RS: "One Minnie. Scramah egg, crease baykem, Anglish moppin we bodder on sigh and copy....rye??"

G: "Whatever you say."

RS: "Tenjewberrymuds."

G: "You're very welcome."

Moderne Heizmethoden

17. Juli 2007

Hat zwar nichts mit dem derzeitigen Supersommersonnenwetter zu tun, aber mir ist eine kleine Anekdote eingefallen, als ich heute meinen Kater gefüttert habe.

Als wir vor zweieinhalb Jahren in unser Haus einzogen, wurde es noch mit ekligen Nachtspeicheröfen vollgekeimt beheizt. Wir entschieden uns für eine Pellets-Heizung, da wir einerseits unser ökologisches Gewissen nicht mit fossilen Brennstoffen belasten wollten und andererseits nur Gutes über diese Heizmethode gehört hatten. Meine Eltern dagegen hatten noch gar nichts über Holzpellets gehört, so trug es sich zu, dass meine Mutter ihrem Heizungsmonteur stolz von der neuen Heizung ihrer Tochter und ihres Schwiegersohns erzählte: "Die heizen jetzt mit Brekkies!"

Degeneriert meine Sprache?

9. Mai 2007

Heute morgen war ich sowohl erschreckt als auch amüsiert, als ich folgenden Kommentar auf meiner Homepage las:

Liebe Anke,

es gibt da ein Problem mit der Sprache wenn ich Ihre Internetseite lese,denn ich spreche nur Deutsch jedoch mit schwäbischem Akzent. Warum haben Sie nur solche Probleme und benützen ständig Fremdwörter auch Anglizismen genannt,fürdie man genau so gut auch deutsche Wörter verwenden kann. Es erweckt in mir den Eindruck,daß Sie in der Schule sehr oft dem Deutschunterricht ferngeblieben sind,anders kann ich mir ihre schlechten Deutschkenntnisse nicht erklären. Versuchen Sie es doch mal bei der VHS die bieten auch Deutschkurse für Deutsche auch wenn sie aus dem" Schwobeland "kommen.

Viele Grüße aus München

Helmut Schroth


Liebe Mitblogger, jetzt würde mich Eure Meinung sehr interessieren, steht es um mich wirklich so schlecht, dass man mir eine mangelnde Bildung unterstellen könnte?

Meine Antwort an obigen Schreiber lautet übrigens wie folgt:

Hallo Helmut,
keine Sorge, im Deutschunterricht war ich stets die Klassenbeste und beherrsche die deutsche Sprache überdurchschnittlich gut. Mir Deutschkurse zu empfehlen ist daher mehr als überflüssig, zumal ich keine Schwäbin bin und mit perfektem Hochdeutsch in der Mitte Deutschlands aufwuchs. Vielleicht sollten Sie sich überlegen, ob Sie nicht einen Internetkurs an der VHS belegen, um mit den zeitgemäßen Begriffen des weltweiten Netzes besser zurecht zu kommen. Ihre Kenntnisse der deutschen Zeichensetzung könnten Sie übrigens bei Gelegenheit auffrischen. Sollten Sie von meiner Homepage - Verzeihung, Heimseite - auf meinen täglichen Sprachgebrauch schließen, sind Sie auf dem Holzweg. Zum Glück verfüge ich über die Fähigkeit, meine Sprache den Gegebenheiten anzupassen.
Viele Grüße aus Wernau
Anke Arnold
Was meint Ihr dazu? Ich bin gerade etwas verunsichert...

You can say you to me

27. April 2007

Die Angehörigen des angelsächsischen Sprachraumes sind zu beneiden, jedenfalls im Hinblick auf die direkte Anrede. Kein langes Grübeln, ob man jemanden siezen oder duzen soll - ich überlege immer ganz scharf, wenn jemand noch sehr jung aussieht.
Als Lehrerin für Blockflöte, musische Früherziehung und Bildende Kunst werde ich von allen Kindern geduzt. Ist immer süß, wenn ein Knirps mich mit "Duuuu, Frau Arnold..." anspricht. Manche Eltern scheinen aber mit dem Geduze ihre Schwierigkeiten zu haben und stottern sich einen ab, wenn ich zu ihnen nach Hause komme. "Schön, dass du da bist. [kleine Pause, in der man sieht, dass die Mama denkt, sie hätte mich nicht duzen sollen] ... Möchten Sie etwas trinken?"
Irgendwie widerstrebt es mir, "Sie können mich duzen" zu sagen, das klingt so'n bisschen anbiedernd. Oder wie seht Ihr das?
Jedenfalls hatte ich heute wieder mal einen schönen Lacher, als meine amerikanische Freundin sich per Mail im Deutschen versuchte und ihr übliches "Love, your friend" diesmal als "Lieben Sie Ihren Freund" anfügte.

Rohrohrzucker und zapfenfrei blasen

19. März 2007

Momentan schwimmen der Spätzlefresser und ich auf einer ernährungstechnischen Biowelle. Da verwundert es nicht, wenn der werte Gatte plötzlich nach repressionsfrei produziertem Rohrohrzucker verlangt, dessen Namen wir nun stets als "Rohr-Ohr-Zucker" verhohnepipeln.
Überhaupt schleichen sich im Laufe der Jahre einige Neologismen in unseren Sprachschatz ein, die z.T. sehr putzig sind oder sogar ihre eigene Geschichte haben. Einer schwäbischen Freundin haben wir den "Fünf Lischter-Kaniter" zu verdanken. Der Spätzlefresser sprach als Kind von Pfapfe-Pfapfe, wenn er Tannenzapfen meinte (heute kommen von ihm eher Freud'sche Phrasen wie "zapfenfrei blasen" an der Tankstelle). Meine Mutter verzweifelt am Wort "Styropor", das bei ihr zu Steropur verkümmert. Süß war unser Besuch in einem Bastelladen, als sie mich entgeistert fragte, was denn "Kerz-Engel" seien. Sie meinte Kerzengel, also Kerzen-Gel...

Ich glaube, ich muss mal alle diese Worte sammeln.