Rohrohrzucker und zapfenfrei blasen

19. März 2007

Momentan schwimmen der Spätzlefresser und ich auf einer ernährungstechnischen Biowelle. Da verwundert es nicht, wenn der werte Gatte plötzlich nach repressionsfrei produziertem Rohrohrzucker verlangt, dessen Namen wir nun stets als "Rohr-Ohr-Zucker" verhohnepipeln.
Überhaupt schleichen sich im Laufe der Jahre einige Neologismen in unseren Sprachschatz ein, die z.T. sehr putzig sind oder sogar ihre eigene Geschichte haben. Einer schwäbischen Freundin haben wir den "Fünf Lischter-Kaniter" zu verdanken. Der Spätzlefresser sprach als Kind von Pfapfe-Pfapfe, wenn er Tannenzapfen meinte (heute kommen von ihm eher Freud'sche Phrasen wie "zapfenfrei blasen" an der Tankstelle). Meine Mutter verzweifelt am Wort "Styropor", das bei ihr zu Steropur verkümmert. Süß war unser Besuch in einem Bastelladen, als sie mich entgeistert fragte, was denn "Kerz-Engel" seien. Sie meinte Kerzengel, also Kerzen-Gel...

Ich glaube, ich muss mal alle diese Worte sammeln.

2 Kommentare:

Sasy hat gesagt…

*lol* Kenn ich... haben wir in der Familie auch... dazu muss ich auch einen Blogeintrag verfassen. *g*h

Sylvia allein in Westfalen hat gesagt…

dazu fällt mir spontan der amt-stierarzt oder er-brecht ein.