Supermarktkassenpoker

2. Februar 2006

Gestern gab unser Toaster vollends den Geist auf, so dass ich heute einen neuen kaufen musste (ja, ich esse Brot meistens getoastet). Im Supermarkt schnappte ich mir also den Toaster meiner Wahl und marschierte in Richtung Kassen.
Na super, wieder sind nur zwei von neun Kassen geöffnet, an beiden stehen die Kunden in Fünfmeterschlangen, ich sehe volle Einkaufswägen und ziehe in Betracht, den Toaster wieder auf seinen Platz zu stellen. Doch da kommt eine unmotiviert dahertrottende Verkäuferin zu Kasse drei, macht den Gang frei und eröffnet den Kampf um die ersten Förderbandplätze. Schnell bin ich, aber nicht schnell genug für die sauertöpfisch dreinschauende Frau, die mitsamt halbwüchsigem Sohn und vollem Einkaufswagen direkt vor mir einschert.
Mal ehrlich: Wenn ich einen vollen Einkaufswagen zur Kasse schiebe und hinter mir in der Schlange jemand mit nur einer (!) Ware steht, lasse ich ihn selbstverständlich vor. Nicht so Mutti: Verstohlen wirft sie mir und noch-nicht-ganz-meinem Toaster einen Blick zu, wendet sich jedoch gleich wieder ihrem Sohnemann zu. In aller Seelenruhe packt sie Minuten später ihre Einkäufe aufs Band, ohne mich eines weiteren Blickes zu würdigen.
Leider bin ich in solchen Situationen zu schüchtern für einen bissigen Seitenhieb.

5 Kommentare:

Jeani hat gesagt…

Zumindest hat Mutti das Gefühl endlich mal gewonnen zu haben. Ich rege mich auch immer über so etwas auf, sage mir dann aber "lass ihr den Triumpf. Vermutlich hat sie nur den einen..."

Sasy hat gesagt…

Mir geht das in den meisten Fällen am A*sch vorbei. Ich bin selten in Eile, wenn ich einkaufen gehe und bin immer wieder belustigt, wenn ich sehe, wie verbissen manche um ihre Plätze kämpfen. Ich selber frage auch nie, ob ich vor darf und gehe generell auch nicht vor, wenn mich jemand drum bittet. Ich sage dann immer, dass ich es nicht eilig habe und gut ist. Schlimmer als Menschen, die ihren Platz behalten wollen, finde ich ... ich glaube das wird ein eigener Blogeintrag ... *g*

Penny hat gesagt…

Oi! Das ist echt übel. Ich lass immer die Leute vor, wenn die bloß ein bissel was haben. Oder drei bissel was und ich eh noch brauch. Was ist schon dabei? Oder Kinder mit nem Eis! Bis die dran sind, wär das ja geschmolzen. Die lass ich vor, dann sind die alle glücklich und ich kann in Ruhe alles aufstapeln, was ich so hab. Und das ist mir echt lieber, als wenn hinter mir wer ungeduldig von einem Bein aufs andere Tritt und hofft, ich wär bald fertig. Das macht mich nervös und das brauch ich nicht. *winkt*

Penny hat gesagt…

"tritt" schreibt man klein. Ist ein Verb, ein Tunwort, eben ein klein geschriebenes Wort. *weiß das und geniert sich*

Sylvia allein in Westfalen hat gesagt…

wenn ich einkaufen gehe, dann möchte ich immer so schnell wie möglich wieder aus den läden raus und hasse es, lange warten zu müssen.

ab und zu rutschen einem einfach irgendwelche kommentare raus, da kann man gar nix machen...
wir waren letztens im h&m in münchen in der fussgängerzone. da wir in den 2. stock wollten und der aufzug gerade die leute ausspuckte sind wir also in den aufzug gestiegen und haben gewartet, daß die tür zu- und die fahrt losgeht. kommt in letzter sekunde noch ein pärchen daher - sie blockiert die tür - nach der diskussion ob sie nun nach oben müssen oder nicht ist er dann auch in den aufzug rein und wir warten also, daß es endlich losgeht. kurz bevor die tür zugeht quetscht sich noch eine tussi durch. also wieder warten bis die tür endlich zugeht. langsam war ich da doch etwas genervt - zu fuss wäre ich die 2 stockwerke längst hochgegangen... dann fragt die tussi zu allem überfluss auch noch, ob denn schon jemand gedrückt hat!!! irgendwie war das zu viel - mir ist dann "nö, wir stehen hier so zum spass rum" rausgerutscht. der rest im aufzug schaut mich erst total komisch an (worauf ich gedacht habe ob das vielleicht zu viel war) und plötzlich fangen alle an zu grinsen. da waren wohl noch mehr genervt :)