Manche Menschen zahlen viel Geld, um scheiße auszusehen.

24. Oktober 2006

So zum Beispiel der Geschäftsführer einer Bar, die wir gestern nach dem Kino besucht haben. Mein Spätzlefresser hatte Interesse, am barinternen Klavier seine Barpiano-Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, also kam der "Chef" an unseren Tisch.
Würg.
Stellt Euch einen südländischen Atze Schröder mit Zuhältercharme vor, der seine Haare fesch zurückgegelt hat und eine mörderteure Sonnenbrille trägt. Trotz Schummerlicht. Und der dann erzählt, er hätte für eine andere Bar die Kinositze eigenhändig mitgehen lassen, als das alte Kino den Besitzer wechselte und renoviert wurde.
Zum Glück ist das Klavier alt, verstimmt und nicht wirklich spielbar.

Nun zum Kinofilm: "Eine unbequeme Wahrheit" (An inconvenient Truth) von und mit Al Gore, der früher mal der nächste US-Präsident war. Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte das unbedingt nachholen! Besonders, wer schon den "Schwarm" von Frank Schätzing gelesen hat, wird das ein oder andere Mal denken, dass die Fiktion gar nicht so fiktiv ist.
Al Gore geht in diesem Film den Ursachen für den Klimawandel auf den Grund, zeigt wissenschaftliche Erkenntnisse und politische Verschleierungstaktiken auf - kurzum, er öffnet dem Kinobesucher die Augen für den eigenen Lebensraum.
Klingt öde? Ist es aber nicht, keine Spur. Der Film ist gespickt mit selbstironischen Animationsfilmchen, satirischen Einspielern und dem Charme des Beinahe-US-Präsidenten.
Unbedingt reingehen.
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3 Kommentare:

Sasy hat gesagt…

Jetzt sag nicht, du hast "Der Schwarm" gelesen und fandest das Buch gut? O.o o.O

sternwicht hat gesagt…

*vorsichtig meld* ich fand's gut, richtig gut sogar...konnte mit dem Lesen gar nicht aufhören und wundere mich eher, wie es da jemandem anders gehen kann ;-)

der Film interessiert mich auch, aber ich glaub nicht, dass da jemand mit mir reingehen mag *überleg*, wahrscheinlich warte ich doch auf die DVD...

anke-art hat gesagt…

@Sasy: Jawoll, ich fand das Buch klasse, da ging es mir wie Sternwicht.

@Sternwicht: Klar, den Film muss man nicht unbedingt im Kino gesehen haben, ich hab's aber keinesfalls bereut.